
Der Klassiker unter den amerikanischen Oldtimern !
Steht man einmal vor ihr, ist man verwundert, wie groß die Stearman doch tatsächlich ist.
Von einigen als "Trecker der Lüfte" bezeichnet, fasziniert sie jedoch viele andere Piloten.
Die PT-17, die militärische Bezeichnung der Stearman, besagt schon, um was es sich dabei handelt. PT steht für primary trainer, also Anfänger-Schulflugzeug.
Das amerikanische Militär benötigte in den 1930er Jahren viele neue Flugzeuge. So wurde die Stearman im Jahre 1934 in nur 60 Tagen durch Lloyd Stearman, den Besitzer der "Stearman Aircraft Company" entworfen.
Obwohl die Bauform "Doppeldecker" zu dieser Zeit bereits als veraltet galt, setzte die US Navy sie als Schulflugzeug ein.
Noch im selben Jahr wurde seine Firma von Boeing übernommen.
Die Stearman wurde immer weiterentwickelt. Die 3 bekanntesten Versionen teilen sich auf in PT13 (Lycoming Motor), PT17 (Continental) und PT18 (Jacobs)
Insgesamt wurden über 10.000 Stearmänner gebaut.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden viele von ihnen mit einem stärkeren 450 PS Motor ausgestattet und als landwirtschaftliches Sprühflugzeug eingesetzt.
Bekannt wurde die PT17 jedoch auch als Kunstflugzeug auf Airshows oder durch zahlreiche Wing-Walking-Vorführungen.
Die Stearman besitzt ein solides, unverstrebtes Fahrwerk mit Ölfeder-Stoßdämpfern. Das Flugzeug ist aus Holz gebaut und bespannt. Der Rumpf ist ebenfalls zu großen Teilen bespannt, besteht aber aus Stahlrohren.
N66RW Boeing Stearman PT17 (A75N1)
Baujahr: 21.08.1941
Seriennummer: 75-016
Spannweite: 9,80 m
Länge: 7,63 m
Höhe: 2,80 m
Leermasse: 880 kg
Max. Abflugmasse: 1230 kg
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Reisegeschwindigkeit: 125 km/h
Reichweite: 450 km
Triebwerk: Continental R-670 (#16043)
7 Zylinder Sternmotor
Leistung: 220 PS (164 KW)
Spritverbrauch: ca. 50 Liter / h
Der Quax - Verein zur Förderung von historischem Fluggerät e.V. betreibt diese Boeing Stearman für den Eigentümer.
Der Verein zeichnet sich verantwortlich für die fortlaufende Lufttüchtigkeit und Wartung. Die Einweisung der Piloten wird durch die Vereins-Fluglehrer übernommen. Auch Versicherung, Hangarierung, sowie alle fortlaufenden administrativen Aufgaben werden durch den Quax-Club gemanaged.
Ebenfalls stand Quax bei der Beschaffung und Um-/Anmeldung beratend zur Seite.
Der Erstflug bei Quax fand am 09.05.2009 statt.
Weitere Infos in diesem PDF.
Bereit zum 1. Start ! |
Mit einer weißen Qualmwolke wieder zum Leben erweckt | |||
Klassische Lackierung |
Der 7 Zylinder Continental R-670 | |||
220 PS |
Das geräumige Cockpit | |||